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Wintershall Dea fordert Deutschland auf, CO2-Exporte zur Speicherung freizugeben

Wintershall Dea fordert Deutschland auf, CO2-Exporte zur Speicherung freizugeben



16. Januar 2023

©nmann77/AdobeStock

Der deutsche Öl- und Gasproduzent Wintershall Dea hat am Montag in Berlin die europäischen Nachbarn aufgefordert, den Export von Kohlendioxid aus sogenannten Kohlenstoffabscheidungs- und Speicheranlagen (CCS) zu unterbinden.

Deutschland muss nach einem bilateralen dänisch-belgischen Abkommen eine als Londoner Protokoll bekannte Klausel ratifizieren, die den Export von Abfällen auf Deponien verbietet und abgeschiedenes Kohlendioxid (CO2) vom Export in Endlager ausnimmt, sagte Senior Vice President Klaus Langemann. Leiter Kohlenstoffmanagement und Wasserstoff.

„Die deutsche Politik erkennt jetzt das Potenzial von CCS“, sagte er in einer Erklärung, die im Vorfeld seiner Rede auf dem Handelsblatt Energy Summit 2023 in Berlin veröffentlicht wurde. „Den Worten sollten Taten folgen“, fügte er hinzu. Wintershall ist an verschiedenen CCS-Projekten beteiligt, unter anderem in Norwegen und Dänemark, die darauf abzielen, CO2 in erschöpften Öl- und Gasfeldern zu speichern.

Die frühzeitige Erfassung von CO2-Emissionen im Produktionsprozess und deren anschließende Speicherung kann dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen, und eine neue Funktion für Kohlenwasserstoffexplorationsunternehmen bieten. Deutschland habe derzeit mehr als 40 Millionen Tonnen unvermeidbare Restemissionen aus Industrien wie Chemie und Zement, sagte Langemann.

Die deutsche Regierungskoalition soll noch in diesem Jahr eine CO2-Managementstrategie beschließen, um Richtlinien für den Umgang mit unvermeidbaren CO2-Emissionen festzulegen, Pläne, die in der Vergangenheit ins Stocken geraten waren, als Aktivisten befürchteten, dass CCS die Nutzung fossiler Brennstoffe ausweitet.

Die Einstellungen haben sich geändert, da das Problem des Klimawandels dringlicher geworden ist und sich der Fokus auf die Bekämpfung schwer vermeidbarer Emissionen verlagert hat, während gleichzeitig die Nutzung erneuerbarer Energien beschleunigt wird.

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Wintershall Dea plant, bis 2040 ein Geschäft aufzubauen, das 20 bis 30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr abscheidet.

(Reuters – Berichterstattung von Vera Eckert, Redaktion von Mark Potter)