September 19, 2021

Dasschoenespiel

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Asterix und Obelix gegen die Römer – Deutschland unter Bewegungsdruck

1960 geboren, wollte Meyer-LeBla eigentlich nichts mit Computern anfangen. Nach zwei Semestern Maschinenbaustudium an der TU München folgte er auf Anraten seiner Freunde seinem Herzen und wechselte zum Kommunikationsdesign. Seit 1990 ist er Geschäftsführer der Twentyfirst Communications GmbH, einem selbstständigen und werbenden Unternehmen. Ihre Kunden kommen hauptsächlich aus der Informationstechnologie-, Automobil- und Gesundheitsbranche. Mit dem Aufkommen des Apple iPhone hat sich das Geschäft immer mehr in Richtung digitaler Medien und Apps verlagert. Bernt Meyer-LeBla betreut seit vielen Jahren die Elektromobilität (insbesondere die Innovationen von Tesla) und beschloss, bis Ende 2018 mit e-engine.de ein eigenes Portal zu Elektromobilität, autonomem Fahren und Bewegung zu gründen.

Im Interview mit Professor Stephen Brotchell CAM (Automotive Management Center) Mitte Juli haben wir das Thema Elektromobilität diskutiert. Wir haben beobachtet, dass die aktuellen Strompreise in Deutschland (und indirekt in Zukunft) negativ auf die Elektromobilität und eine schnelle Verbesserung wirken können.

Die deutschen Energiepreise – die höchsten in Europa – dürften dramatisch fallen. Der Hochlauf soll „vollständig“ angegangen werden. Dazu gehören der schnelle Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Vorbereitung der Elektroflotte auf V2X-Technologien, beispielsweise die schrittweise Umsetzung eines intelligenten Energiemanagements.

In einer Branche verfügt Brodsel natürlich über hervorragende Kontakte in die Managementpakete deutscher Autokonzerne. Seine Einschätzung, dass das EU-Programm „Fit for 55“ das Tempo der Elektromobilität beschleunigen wird, wird mittlerweile von den meisten CEOs traditioneller Hersteller geteilt. Unter ihnen sind Daimlers Ola Colonius und VWs Herbert Dice. Vor allem Colonius wurde kürzlich von Saul auf Paul übertragen: Daimler will schnell zu einer Premium-Elektromarke werden.

Offenheit für Technologie

Juli und August sind die Monate, in denen Fahrzeughersteller ihre Quartalsergebnisse veröffentlichen. Diese sind durchweg positiv und nicht überraschend gut. Und das trotz Corona-, Klima- und Halbleiterkrise, die Unternehmen das Leben schwer machen.

Letzte Woche gab BMW CEO und ACEA Vorstandsmitglied Oliver Gypsy mehr als seine beeindruckenden Zahlen bekannt. Er nutzte die Präsentation, um ein paar Sidekicks aus Daimler und seinen Kollegen bei VW herauszuholen, und murmelte noch einmal zum Thema „technische Offenheit“. „Technische Transparenz“ steht in Deutschland für den Wasserstoffantrieb im Pkw als Bestandteil von Brennstoffzellen und synthetischen Kraftstoffen.

Sowohl Diess als auch Källenius haben aus praktischen Gründen Wasserstoff-/Brennstoffzellenantriebe in Pkw geparkt. Beide wissen, dass es keinen Weg zur Elektromobilität gibt. Daimler arbeitet aber weiterhin auf zwei Gleisen in der Lkw-Branche. Wasserstoff für lange Strecken, Batterie für kurze Strecken im Versorgungsverkehr.

Gypsy sieht hier anders aus. Wasserstoff bezieht sich seiner Meinung nach nicht nur auf Brennstoffzellen, sondern auch auf synthetische Kraftstoffe, die mit CO2-neutraler erneuerbarer Energie hergestellt werden. Diese sollen (und können theoretisch!) zum Klimaschutz beitragen.

Asterix und Obelix

Wie viel es diesmal kosten würde, interessierte Zips natürlich nicht. Höhere Produktionskosten für Brennstoffzellenautos, enorme Investitionen in die Wasserstofftankstelleninfrastruktur oder enorme Energiekosten für die Elektrokraftstoffproduktion. Sein Einbruch wurde von den Social-Media-Machern unbemerkt, als die Quartalszahlen veröffentlicht wurden. Trotzdem trat der Hurrikan nicht auf. Andere Themen dominieren derzeit die Agenda in Deutschland.

Doch diejenigen, die schon immer an der Fairness der Wasserstoffwirtschaft in der Pkw-Branche gezweifelt haben, waren auf Twitter begeistert. Auf der anderen Seite wurde es in der wasserstoffstabilisierenden großen Zeitschrift mit den berühmten Comicfiguren Asterix und Obelix verglichen. Der Ansatz des BMW wurde mit dem unbesiegbaren gallischen Dorf verglichen, dem einzigen Bollwerk gegen die Römer. Als Variante der batteriebasierten Elektromobilität nur von den Münchnern anerkannt.

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Am Ende entscheidet der Markt. Wenn die Infrastruktur für H2-Tankstellen nicht aktiv gehandhabt wird, werden Brennstoffzellenautos nicht billiger als batteriebetriebene Elektrofahrzeuge, und der Preis für die Produktion und Verteilung von grünem Wasserstoff wird nicht hoch sein und es wird sowieso enden. Dann wurden Asterix, Obelix und ihre Verbündeten schließlich von den Römern gefangen genommen.

Interessanter: Eine positive Klimazukunft, also eine CO2-arme Gesellschaft, kann man nicht einfach durch das Abschneiden der Finger erreichen, sagt Bernd Meyer-Lebla

Über diese Spalte:

In einer wöchentlichen Kolumne abwechselnd geschrieben von Bert Overlock, Evelyn von Geland, Eugene Franken, Helen Kardan, Cadlin Gabriels, Karina Weijma. Bernd Meyer-Lebla Und Kolinda de Beer, die versucht herauszufinden, wie die Zukunft der Innovation aussieht. Diese Autoren, manchmal ergänzt durch Gastblogger, arbeiten alle auf ihre Weise daran, Lösungen für die Probleme unserer Zeit zu finden.