März 4, 2024

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Der deutsche Tourismus- und Gastgewerbesektor ist im Sommerferienchaos von Personalmangel betroffen

Der deutsche Tourismus- und Gastgewerbesektor ist im Sommerferienchaos von Personalmangel betroffen

Amelie und ihre Schwester Amrei Quincke aus Essen, Westdeutschland, freuten sich diesen Sommer auf einen erholsamen Urlaub in Budapest.

Zwei Tage vor ihrem Abflug nach Ungarn stornierte Eurowings ihren Flug. Also musste ich stattdessen einen Zug nach Budapest nehmen, da keine alternativen Flüge verfügbar waren. Heutzutage erleben viele Urlauber dasselbe.

Auch Personalmangel an deutschen Flughäfen ist ein Grund für Flugausfälle. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft sind rund 7.200 Stellen zu besetzen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass viele Flughafenmitarbeiter während der Pandemie die Luftfahrtindustrie verlassen haben, um anderswo Arbeit zu suchen.

Bei unterbesetzten Flughäfen sehen sich Urlauber nun mit unzähligen Flugausfällen und langen Schlangen beim Check-in und bei der Sicherheitskontrolle konfrontiert. Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa hat in dieser Urlaubssaison mehr als 2.000 Verbindungen von den Flughäfen München und Frankfurt gestrichen. Weitere 900 Feiertags- und Wochenendflüge wurden diesen Juli storniert.
An Mitarbeitern mangelt es der Deutschen Bahn nicht

Zum Glück für die Deutsche Bahn, Deutschlands staatliches Eisenbahnunternehmen, ist Personal kein Problem. Im vergangenen Jahr stellte das Unternehmen landesweit 22.000 neue Mitarbeiter ein.

Weniger Glück hatte der Frankfurter Flughafen, eines der wichtigsten Luftverkehrsdrehkreuze Deutschlands. Es verzeichnet ein hohes Volumen an ein- und ausgehenden Flügen, fast auf dem Niveau vor der Pandemie. Aber kämpfen, um damit fertig zu werden. Beamte haben damit begonnen, zusätzliches Personal einzustellen, insbesondere für die Bodenabfertigung. Aber selbst wenn die Rekrutierungskampagne erfolgreich verläuft, sollten sich viele Passagiere in den nächsten Monaten auf lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen einstellen.

Schlechte Arbeitsbedingungen sind ein weiterer Grund für den Personalmangel. Laut der spanischen Gewerkschaft USO hält sich beispielsweise die Fluggesellschaft Ryanair nicht an Arbeitsgesetze und Gerichtsurteile zur Achtung der Arbeitnehmerrechte. Sie hat zu Streiks bei der Gewerkschaft Sitcpla aufgerufen, die ganz Europa betreffen werden.
Ausländische Arbeitskräfte zur Rettung?

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Um diesen chronischen Personalmangel auszugleichen, erwägt die Bundesregierung die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte in großem Umfang. Bisher war die Anwerbung von Ausländern oder die Beschäftigung ukrainischer Flüchtlinge mit viel Papierkram in Deutschland verbunden.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Flughafenverbands, Ralf Beisel, begrüßte den Plan, Arbeitskräfte aus dem Ausland anzuwerben. Es würden Gespräche mit privaten Unternehmen der Luftfahrtbranche geführt, damit Gepäckabfertigungsunternehmen und Flughäfen sie bald einstellen könnten. Lufthansa rechnet jedoch nicht vor 2023 mit einer Stabilisierung des Betriebs.
Arbeitskräftemangel geht Pandemien voraus

Das Gastgewerbe in Deutschland ist derweil weiterhin personell unterbesetzt. Andrea Belagante, Geschäftsführerin des Deutschen Gaststättenverbandes, sagte, das Problem sei bereits vor der COVID-19-Pandemie bemerkt worden. Die Zahl der Auszubildenden in seinem Fachgebiet nimmt sukzessive ab. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen, versuchte die Branche, einheitliche Löhne, Nebenleistungen und Ausbildungsverträge zu etablieren.

Laut Bundesinstitut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist die Gastronomiebranche immer wieder personellen Schwankungen ausgesetzt. Wenn Unternehmen jedoch keine Mitarbeiter finden, um diese offenen Stellen zu besetzen, werden Unternehmen weiterhin mit einem starken Personalmangel konfrontiert sein.
Das Gastgewerbe steht unter Druck

Laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) ist die Einstellung neuer Mitarbeiter derzeit die größte Herausforderung für die Branche. Es heißt, dass mehr als 60 % der Unternehmen in der Branche auf der Suche nach Mitarbeitern sind.

Hinzu kommt, dass der Sektor zwischen März 2020 und 2022 aufgrund pandemiebedingter Einschränkungen 75 Milliarden Euro (77 Milliarden US-Dollar) verloren hat. Das Letzte, was Hotels und Restaurants im Moment brauchen, ist mehr Unsicherheit.

„Viele Unternehmen werden die neue Runde der Beschränkungen und Schließungen nicht überstehen“, sagt DEHOGA-Präsident Guido Solic. „Der Schutz von Unternehmen und Arbeitsplätzen muss jetzt Priorität haben.“

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